Gut anders leben mit Demenz
Unsere Kirchengemeinde veranstaltet am Mittwoch, den 23.09.2026 von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus (Hauptstraße 8) einen Gemeindenachmittag zum Thema Demenz. Dazu sind Betroffene, Angehörige von demenziell Erkrankten und alle am Thema Interessierten eingeladen. Jede teilnehmende Person ist gebeten, selbst ein Stück Kuchen für sich mitzubringen; für Kaffee und Tee ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Gemeindenachmittag findet statt im Rahmen der „Woche der Demenz“ (21.-27. September) und ist Teil des Programms des „Demenznetzwerk Heidekreis“.
Nach dem Kaffeetrinken rückt Inga Hoops, ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Rotenburger Demenznetz e.V,. das Thema in den Mittelpunkt. Sie springt für die erkrankte Anja Pieske ein.
Manche Diagnosen verändern das Leben schlagartig, manche kommen auf leisen Sohlen daher. Demenz ist eine solche Diagnose und häufig braucht es diese gar nicht mehr, da irgendwie schon alle im Umfeld wissen, dass „mit Mutter irgendwas nicht stimmt“. Eine Demenz innerhalb der Familie bringt viele Ängste und Unsicherheiten mit sich und immer noch spielt auch Scham eine große Rolle bei diesem Krankheitsbild. Dabei ist auch ein gutes Leben mit Demenz möglich, nur eben anders. Die Referentin regt an, an diesem Nachmittag die Perspektive zu wechseln und zu schauen, ob die Krankheit nicht auch Räume öffnen kann, die sonst verschlossen bleiben und von denen ganze Familiensysteme profitieren können.
Der Verein Rotenburger Demenznetz e.V. engagiert sich seit 2017 für die Belange von Demenzerkrankten und ihren Zugehörigen. Dazu finden monatliche Angehörigen-Gesprächskreise, Tanzcafés, Vorträge und Fachveranstaltungen statt. Seit dem Frühjahr 2026 gibt es außerdem das Rotenburger Demenzkontor im Haake-Meyer-Haus (in der Fußgängerzone). Hier finden jeden Dienstagnachmittag von 15-18 Uhr Beratungen statt. Betroffene können unangemeldet kommen, Fragen stellen, neue Impulse und Infomaterial mitnehmen. Die Beratung ist durch die Gesundheitsregion finanziert und somit für die Öffentlichkeit kostenfrei.
Maren Zerbe