Das ist eines der berühmtesten Weihnachtslieder in Deutschland. Martin Luther dichtete es 1533/34 für die Bescherung in seiner Familie – für seine Frau und seine sechs Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und acht Jahren.
Es ist der Verkündigungsengel, der hier aus den Weiten des Himmels zu uns auf die Erde kommt. Im Gepäck hat er die frohe Botschaft: „Euch ist ein Kindlein heut geborn.“
Der Engel berichtet davon, dass dieses Kindlein ein Geschenk Gottes an die Menschen ist. Es ist Jesus Christus, der Retter, der arm und schlicht in einem
Stall zur Welt kommt, um den Menschen nahe zu sein und
Freude, Frieden und Erlösung zu bringen. Das Lied ruft dazu auf, das Kind nicht nur äußerlich zu suchen wie die Hirten, sondern es auch im eigenen Herzen aufzunehmen.
Fast 500 Jahre, nachdem Martin Luther das Lied mit seinen Kindern gesungen hat, erklingt es noch immer in unseren Gottesdiensten am Heiligen Abend und sicher auch bei vielen Adventsfeiern. Und es löst noch immer eine besondere Stimmung aus – eine Mischung aus Geborgenheit, Staunen und innerer Freude. Die vertraute Melodie mit dem feierlichen und berührenden Text weckt Erinnerungen und verbindet Generationen: Man spürt Nähe – untereinander und zu etwas Größerem.
Dieser Engel, der die frohe Botschaft zu den Menschen bringt, und damit all diese positiven Emotionen auslöst, dient in diesem Jahr als Symbol für den alljährlichen Weihnachtsgruß der Kirchengemeinde. Er wird in der nächsten Zeit verschickt. Der Brief enthält neben ein paar Gedanken zum ausklingenden Jahr einen Bastelbogen für zwei kleine Engel und die Bitte um Unterstützung für unsere Arbeit vor Ort. Denn die ist nicht nur wichtig zur Weihnachtzeit. Das ganze Jahr über folgen wir den Spuren Jesu auf seinem irdischen Weg bis hin zu seinem Tod und seiner Auferstehung. Das ganze Jahr über wollen wir den christlichen Glauben erfahrbar und eine tragende Gemeinschaft erlebbar machen. Und wir wollen Trost und Hilfe in schwierigen Lebenslagen geben.
Das tun wir in vielfältigen Angeboten, und wir freuen uns, wenn viele Menschen diese – nicht nur zu Weihnachten annehmen. Wir möchten an dieser Stelle besonders darauf hinweisen, dass Menschen, die Hilfe benötigen – emotional oder auch finanziell – sie in unserer Kirche finden. Wenden Sie sich in dem Fall direkt an uns oder an das Diakonische Werk im Kirchenkreis Rotenburg. Die Kontakte dazu finden Sie auf der Seite 22 in diesem Heft.
Auf der anderen Seite gehört es dazu, dass Menschen, die es erübrigen können, die Kirche finanziell unterstützen. Wofür wir dieses Jahr ganz gezielt um Gelder bitten, erfahren Sie in der Weihnachtspost.
Allen – Armen und Reichen, Starken und Schwachen – wünschen wir eine gesegnete und hoffnungsvolle Weihnachtszeit.
Herzlichst Ihre/Eure Kirchenvorstände